Hauptinhalt

6. Behandlung komplexer Traumafolgestörungen einschliesslich dissoziativer Störungen

Zertifiziertes Curriculum Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)  

20. Juni 2025 – 21. Juni 2025

13. Juni 2025

Hauptstandort Windisch – Areal Königsfelden,

Zuweisende/Fachpersonen

Referent

 Jochen Binder, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (FMH), Leitender Arzt Ambulatorium und Spezialstation für Traumafolgestörungen Integrierte Psychiatrie Winterthur-Zürcher Unterland ipw, 1. Vorsitzender der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT), Vorstand Interdisziplinäres Netzwerk Psychotraumatologie Schweiz (inps), Supervisor, Dozent Universität Zürich.

 

Inhalt

Behandelt werden komplexe psychotraumatologische Störungsbilder:

 

  • Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS nach ICD-11)
  • PTBS mit komorbider Symptomatik (u. a. Sucht, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Psychosen, etc.)
  • Dissoziative Störungen

Für die Behandlung der komplexen PTBS kommen neben traumafokussierten Methoden auch Verfahren zur Verbesserung der Emotionsregulation und Verfahren zur Bearbeitung dysfunktionaler interpersoneller Beziehungsmuster bei Beziehungsstörungen infrage.

Therapieverfahren für komplexe Störungsbilder werden im Überblick vermittelt, wie z. B.

Dialektisch-Behaviorale Therapie PTBS (DBT-PTBS), Skills-Training zur affektiven und interpersonalen Regulation / Narrative Exposition (STAIR-NT), kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze, einschliesslich der kognitiven Verarbeitungstherapie und der Imagery Rescripting an Reprocessing Therapy (IRRT), Narrative Expositionstherapie (NET),

Eye Movement Desensitization and Reprocessing Therapy (EMDR) usw.

Zur Behandlung von Traumafolgestörungen und Ko-Morbidität mit anderen psychischen Störungen geht es um Therapieplanung und  spezielle Bedingungen der Indikationsstellung traumafokussierter Verfahren, ausserdem um die Hierarchisierung von Therapiezielen.

Auch werden störungsspezifische Ansätze in Abhängigkeit von der Komorbidität vorgestellt.

Zur Behandlung von Traumafolgestörungen mit komorbid persönlichkeitsprägender Symptomatik werden Möglichkeiten zur Förderung der Beziehungsfähigkeit und zur Entwicklung interpersoneller Kompetenz, Autonomie und Nähe-Distanz-Regulation vorgestellt. Ebenso Techniken zum Aufbau von Selbstfürsorge und zum Ressourcenaufbau sowie zur Krisenbewältigung.

Die Bearbeitung traumaassoziierter Emotionen und dysfunktionaler Kognitionen wird thematisiert, ebenso wie die Behandlung komorbider dissoziativer Störungen. (Förderung antidissoziativer Skills, Ego-State-Arbeit zur Förderung von Wahrnehmung, Verstehbarkeit und Steuerungsfähigkeit zuvor dissoziierter Bereiche des Erlebens.

 

Es werden 12 SGPP-Fortbildungscredits à 1 Stunde fachspezifische Kernfortbildung und 16 UE spezifische Fortbildung für das DeGPT-Curriculum Spezielle Psychotraumatherapie vergeben.

Kosten

CHF 560.-- inklusive Seminarunterlagen

Mitarbeitende der PDAG erhalten 40 % Ermässigung.

Kursdaten

Freitag,    20. Juni 2025, von 09.00 bis 17.00 Uhr
Samstag, 21. Juni 2025, von 09.00 bis 17.00 Uhr
 

Ort

Begegnungszentrum BZ, O.1, 1. Stock, Raum 107 (Samstag Raum 110), 111. und 112

Karte

Den Lageplan finden Sie hier.

Dr. med. Andreas Linde

Zentrumsleiter und Leitender Arzt, Zentrum für spezialisierte Psychotherapie und Psychosomatik

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie